Freitag, 17. März 2017

[Rezension #175] Smoke von Dan Vyleta

carl's books Verlag ** 13.03.2017 ** Einzelband ** 624 Seiten

So verbringen wir die Nacht. Die Flasche macht die Runde, und
der Schnaps wogt in mir, bis ich aufstehe und halb gares Kanin-
chen erbreche.
~ Seite 319, Zeile 7 - 9 ~


Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

Das Cover gefällt mir einfach seeehr gut, da mir dieses düstere durch die Farbgestaltung sehr gefällt und so sich der Story im Buch super anpasst. Was mir sofort aufgefallen ist als ich das Buch ausgepackt habe, dass der Schriftzug bei "Smoke" höher gesetzt wurde und das wirkt nochmal ganz ganz anders wenn man es anblickt und so positiv. Ich mag dieses Cover sehr.

Die Kapitelüberschriften waren dieses mal anders als bei den vorherigen. Dieses mal standen dort Namen und Überschriften, was das lesen für mich angenehmer gemacht hat und mir hat es gefallen, dass man so aus vielen Sichten das Buch lesen konnte und wenn einmal kein Name dort stand sondern eine Überschrift, dann konnte man seiner Fantasie echt schön den Raum lassen.


Nun, Dan Vyleta's Schreibstil ist außergewöhnlich. Positiv gemeint natürlich, denn dieser Stil steckt so voller Macht und so voller Energie, dass ich alleine anhand des faszinierenden Schreibstil's das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Anfänglich hatte ich meine Schwierigkeiten ins Buch rein zu kommen aber ich habe es dann doch geschafft und dann ging es es richtig los.

Die Charaktere die der Autor geschaffen hat, hatten allesamt ihr eigenes Leben und ihre eigenen Sorgen aber wenn sie sich angefreundet haben, dann haben sie auch zusammengehalten und das war es, was ich an den Charakteren echt sehr gerne mochte. Sympathie entwickelte ich vor allem Thomas und Charlie gegenüber, da mich diese beiden nicht los gelassen haben. Dann gab es da noch Julius, den ich übrigens gar nicht mochte. Er spielte sich immer als heiliger auf und das ging mir echt auf die nerven, denn jeder dort hatte die ein oder andere Last zu tragen.

Anfänglich hatte ich es nicht leicht, denn der Einstieg ins Buch selbst ist mir schwer gefallen aber als ich dann nach ca. 50 - 60 Seiten in der Geschichte drin war, gab es kein Entkommen mehr. Die Handlung überschlug sich nur so von Ereignissen und ich wusste nicht wie mir geschieht. Der Handlungsstrang war stets nachvollziehbar und man verlor auch nichts aus dem Gedächtnis, wenn man das Buch kurzzeitig unterbrechen muss aufgrund Schlaf etc. Definitiv eine Story die ausgereift war und die man super umgesetzt hat!

Dan Vyleta erschaffte eine All Age Fantasy Geschichte die durch und durch spannend war. Der Autor schrieb mit einem sehr sprachgewaltigem Stil und lies mir als Leser genug Freiraum um kurzzeitig durchatmen zu können. Dieses Buch fesselte mich an sich und ich konnte, trotz anfänglichen Schwierigkeiten, dieses Werk nicht aus der Hand legen. Deshalb vergebe ich 5 von 5 Diamanten und eine klare Leseempfehlung!

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